agata góralczyk : texte

Fünf gute Gründe für Krafttraining

„Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen.“
Jean-Jacques Rousseau

Nach längerer Abstinenz durch meine Rippenprellung wird es wieder Zeit, etwas für den Körper zu tun. Dass das Rumsitzen am Schreibtisch, in Besprechungen und im Auto kein geeignetes Ertüchtigungsprogramm für moderne Affen ist, sollte mittlerweile bei jedem angekommen sein.

Ich werde also ab heute Vic Magarys ‚Shredded for the Summer‘ Programm aufnehmen. Natürlich mit ein paar Anpassungen: Ich kann immer noch keinen einzigen Klimmzug.

Warum ausgerechnet Kraftsport?

Einfach gut aussehen

Krafttraining bring erst einmal ganz klar mehr Muskelmasse. Der Muskel wird belastet und damit gereizt. Wird er eine zeitlang anschließend entlastet, kann er in dieser Zeit wachsen. Wiederholt man die Belastung regelmäßig und steigert sie sinnvoll, erreicht man ein kontinuierliches, wenn auch begrenztes Muskelwachstum. (Kleiner Hinweis für die Damen: Wir können bei normalem Training gar nicht so viele Muskeln aufbauen, wie die Jungs. Das liegt an den Hormonen.)

Durchtrainierte Menschen werden einfach als attraktiver angesehen. Das ist ein genetisches Ding. Wer durchtrainierter ist, ist fitter. Wer fitter ist, kann besser Mammuts jagen. Das hat sich seit mindestens 200.000 Jahren nicht geändert.

Starke Knochen

Krafttraining stärkt auch die Knochen. Die Knochendichte nimmt zu: Die Knochenrinde lagert mehr Mineralien an, die Knochen werden kompakter. Sie passen sich in ihrem Bau auch der Beanspruchung entsprechend an: Die Statik der Knochen wird verstärkt.

Das ist nicht nur eine perfekte Vorbeugung gegen Osteoporose. Auch bei Unfällen, Stürzen, etc. wird der Knochen belastbarer und flexibler: Er bricht nicht so schnell.

Schutz, Schutz, Schutz

Bänder und Sehnen werden durch die regelmäßige Belastung gestärkt. Auch die Gelenke passen sich den Trainingsreizen an. Zudem werden Bänder, Sehnen und Gelenke durch Muskelaufbau entlastet: Belastungen, die auf den Körper einwirken, können durch stärkere Muskeln länger und besser kompensiert werden, bevor sie sich auf andere Bereiche des Bewegungsapparates auswirken können.

Auch hier ist man bei Unfällen besser gewappnet. Ein verdrehter Fuß, ein Aufprall beim Sport, ein unschöner Sturz, etc. lassen sich mit einem starken Bewegungsapparat besser kompensieren: Die Folgen eines Unfalls fallen weniger schlimm aus. Zudem werden die inneren Organe durch starke Muskeln besser geschützt.

Der körpereigene Brennofen

Muskeln verbrauchen verdammt viel Energie. Nach dem Gehirn sind das die Zellen mit dem höchsten Energieumsatz, und das selbst im Ruhezustand. Dies ist einer der Gründe, warum sie in Hungerzeiten als erste abgebaut werden: Sie sind im Unterhalt zu teuer.
Für uns übersättigte, moderne Affen erhöhen sie aber erfreulicherweise den Grundumsatz an Energie: Den angefutterten Fettpölsterchen geht’s an den Kragen. Und das auch wenn wir schlafen oder im Sessel rumhängen.

Ein starker Typ

Klarer Fall: Die Gesamtkörperkraft steigt bei entsprechendem Krafttraining. Egal ob Wasserkasten, Kinderbuggy oder Überhangklettern: Wir können einfach besser zupacken. Das brauchen wir nicht nur bei der Mammutjagd, sondern jeden Tag in unserem modernen Leben immer wieder.

Noch Fragen zum Krafttraining?

Ab heute geht es also los: Tag 1: Kreuzheben (Deadlift) Maximum ermitteln!
Wer neugierig ist, kann mein Krafttraining über Twitter mitverfolgen.

Flickr Foto jontunn


2 Antworten zu “Fünf gute Gründe für Krafttraining”

  1. […] Mittwoch habe ich euch fünf verdammt gute Gründe für ein Krafttraining gegeben. Wem das immer noch nicht reicht, der bekommt hier nochmal fünf weitere […]

  2. […] Mittwoch habe ich euch fünf verdammt gute Gründe für ein Krafttraining gegeben. Wem das immer noch nicht reicht, der bekommt hier nochmal fünf weitere […]

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