agata góralczyk : texte

Fünf weitere gute Gründe für Krafttraining

„Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert Stärke.“
Lao-tse

Letzten Mittwoch habe ich euch fünf verdammt gute Gründe für ein Krafttraining gegeben. Wem das immer noch nicht reicht, der bekommt hier nochmal fünf weitere nachgereicht.

Du bist immer noch nicht überzeugt? Lies dies!

Länger Spaß haben

Trainierte Muskeln können nicht nur per se mehr Arbeit verrichten. Sie können auch länger durchhalten. Wir können den Wasserkasten länger schleppen, unser Kind länger auf dem Arm halten oder selbst länger am Überhang arbeiten. Und wer länger kann, der hat meist auch mehr Spaß.

Ein Fels in der Brandung

Wer starke Muskeln hat, der hat auch mehr stabilen Halt. Das ist nicht nur ‚was für kräftige Windböen oder Anrempler: Ein in sich stabiler Körper kann wesentlich besser allen Arten von Belastungen stand halten. Egal ob ich sportlich aktiv sein will, ob ich den ganzen Tag meine Wirbelsäule durch Rumsitzen belaste oder einen Unfall erleide: Gut ausgebildete Muskeln können das Meiste davon puffern.

Bauch rein, Brust raus

Wer stabiler ist, hat direkt auch eine bessere Körperhaltung. Gerade, aufrecht: Brust raus, Bauch rein. Zudem kann jemand, der seine Körperkraft im Training immer wieder direkt erfährt, auch viel besser damit umgehen. Er wird schneller und sicherer. Die motorischen Fähigkeiten verbessern sich: Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination gehören dazu.

Memoryeffekt

Körperliches Training führt zu Lerneffekten an Kleinhirn und den motorischen Endplatten. Zu Anfang muss eine Bewegung  geplant, koordiniert und abgestimmt werden. Jedes Mal, wenn wir eine Bewegungsfolge durchführen, läuft der neuronale Prozess hierfür durchs Kleinhirn, Nervensystem und über die motorischen Endplatten zu den Muskeln. Oft wiederholte Abläufe merkt sich unser Nervensystem, so dass aus den geplanten Bewegungsabläufen automatisierte werden. Führe ich eine solche automatisierte Bewegung aus, merke ich es oft gar nicht: Ich muss dafür nicht mehr nachdenken.

Im Alltag bedeutet das, dass ich meinen Bewegungsablauf, den ich beim Kreuzheben immer wieder bewusst geübt habe, beim Hochheben eines Wasserkastens automatisch einsetze, ohne auf die richtige Haltung achten zu müssen.
Dieser Effekt macht auch klar, warum komplexe Bewegungsabläufe, wie Kreuzheben oder Kniebeugen motorisch und biomechanisch mehr Sinn machen, als isolierte Übungen, wie der Bizeps-Curl. Oder wie viele Alltagsaktivitäten kennt ihr, bei denen man einen solchen isolierten Bewegungsablauf benötigt?

Ich kann das!

Schon letzte Woche hatte ich geschrieben, dass trainierte Menschen als attraktiver gesehen werden. Krafttraining und Muskelaufbau führen nicht nur zu einem veränderten Fremdbild, sondern haben dadurch über Rückkopplung meistens eine postitive Auswirkung auf das Selbstbild.

Dadurch und durch die Überwindung von Herausforderungen entsteht ein verbessertes Selbstvertrauen (ich kann das!) und ein gesteigertes Selbstwertgefühl (das habe ich geleistet!).

Nach dieser Extrapackung sollte auch der letzte Drückeberger begeistert aufspringen und in die nächste Muckibude laufen. Viel Spaß dabei!

Nachdem ich mich jetzt eine Woche mit ‚Shredded for Summer‚ gequält habe, meine Frage an Euch:

Flickr Foto voxefx

Was sind Eure Lieblingsübungen?



Eine Antwort zu “Fünf weitere gute Gründe für Krafttraining”

  1. […] Mittwoch habe ich endlich das heiß ersehnte Krafttraining angefangen. In 31 Tagen kann ich über Effektivität und Ergebnisse berichten. Denjenigen, die […]

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