agata góralczyk : texte

Vergänglichkeit

Glen Allsopp bei zenhabits meinte, beim Tod eines nahen Menschen würde man sich auf die wirklich wesentlichen Fragen und Dinge rückbesinnen. Solche Geschehnisse würden das Leben in die richtige Perspektive bringen. Man würde sich bewusst werden, was einem wichtig ist.

Irgendwie passt das für mich nicht. Der Tod macht mir eindringlich klar, dass ich mich der Vergänglichkeit nähere. Und er erinnert mich an lange vergessen geglaubte Vergangenheit. An meine Kindheit, an all das Erlebte mit dem Verstorbenen.

Das meiste davon ist wahrscheinlich nie so passiert. Es ist verändert in meiner Erinnerung, verbunden mit Träumen, Phantasien, falschen Kontexten.

Es verwirrt mich, lässt mich zweifeln. Ich fühle mich nicht der Wahrheit näher. Und ich werde gewiss nicht effizienter und fokusierter.

Die einzige Erkenntnis geht vielleicht nur so weit, dass das Ich von damals in dem Ich von heute verwirrende Bilder hinterlässt.

Flickr Foto eyesplash Mikul


3 Antworten zu “Vergänglichkeit”

  1. mikul sagt:

    Thanks for letting me know about using my image.
    I can’t read your blog though.

  2. alice hive sagt:

    Vergänglichkeit findet man ja nicht nur in sich selbst, sondern auch in allem anderen. Insofern kann einem die Bewusstwerdung über die Vergänglichkeit auch bewusst machen, was man besonders schätzt. Oder trauerst du Dingen hinterher, die du nicht schätzt?

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