agata góralczyk : texte

Visuelles Denken auf einer Serviette

Ich bin nicht so der visuelle Typ.

Das ist meine Lieblingsausrede. Egal ob Präsentation, Softwaredesign, GUI-Anforderungen, Dokumentgestaltung, oder sonst was.

Ich kann’s nicht. Ich bin nicht so der visuelle Typ. War schon immer so. Im IQ-Test war räumliche Logik immer meine schwächste Seite.

Blah, blah, blah…

Irgendwann kommt der ShowDown für die übelsten und langatmigsten Ausreden. Dan Roams Auf der Serviette erklärt ist das Ende meiner SuperAusrede.

Ganz klar, systematisch und praktisch führt er mich vom Sehen zum Betrachten, dann zum Vorstellen und schließlich zum Zeigen. Und bricht damit mit meinem Lieblingsvorurteil über visuelle und nicht-visuelle-Typen.

Teil I – Probleme, Bilder, Wir

Neben der ausführlichen Beschreibung eines englischen Frühstücks (8!!!) bekomme ich hier die Kurzversion dessen gezeigt, was im Rest des Buches auf mich wartet: sneak peak. Jetzt schon werden meine Äuglein weit: Das kann man alles mit Bildern machen? Mit Smileys? Das wird verdammt spannend!

Teil II – Sehen, Betrachten, Vorstellen, Zeigen

Hier geht’s richtig ab.

Sehen: Mein Sehmaterial und ich. Alles auf einen Blick.

Betrachten: 6Ws des Betrachtens mit jede Menge Beispielen.

Vorstellen: SQVID ist kein Cephalopod. 5 coole Vorstellungsdimensionen.

Zeigen: 6W * SQVID = Wahnsinn! Ich bin ein Visualisierungsjunkie!

Teil III – Praxis, Praxis, Praxis

OK, hier bin ich durchgesegelt, voll und ganz abgehoben. Ständig drehen sich meine Gedanken um irgendwelche Präsentationen, die noch ausstehen; und wie ich die mit 6W und SQVID aufmöbeln kann.

Ich kann immer noch nicht zeichnen. Meine Strichmännchen sehen immer noch sehr krank aus. Und ich hasse PowerPoint. Bloß meine Ausrede mit dem nicht so visuellen Typen ist weg. Ich brauch ne neue…

Teil IV – Reden

Autsch. Den hätte ich fast vergessen. Wie erkläre ich ein Bild in x Worten. Auch sehr cool und zu Fuß.

Ah ja, und die Seite von Dan ist auch sehr cool.

Geht, kauft, zeichnet!

PS: Nachdem ich durch das Buch gejettet bin, gehe ich jetzt die Schritt-für-Schritt Anleitungen nochmal langsam durch und wende sie auf meine ausstehenden Präsentationen an. Das beflügelt, macht kreativ und wirklich, wirklich produktiv.

Screenshot Dan’s Seite


Eine Antwort zu “Visuelles Denken auf einer Serviette”

  1. […] Ich muss einen Haufen an Informationen zuerst sehen dann betrachten. Anschließend muss ich mir neue Möglichkeiten der Zusammensetzung dieser Informationen vorstellen. Den letzten Teil dieser Kette – nämlich das Zeigen – habe ich nie besonders gut beherrsch. Dan Roam hat mich eines Besseren belehrt. […]

Kommentar verfassen

noch mehr: rss | email | twitter