agata góralczyk : texte

Vogesen – Urlaub mit dem “Zigeunerwagen” – La Basse-Vaivre

Dies ist der siebte Teil unserer Reise mit dem Zigeunerwagen durch die Vogesen mit folgenden Stationen:
    1. Krefeld
    2. Strasbourg
    3. Fontenois La Ville
    4. Dampierre Les Conflans
    5. Baulay
    6. Ormoy
    7. La Basse-Vaivre
    8. Fontenoy Le Château
    9. Abschiedsschmerz: Adieu Zigeunerleben

      Wetterfühlig

      Der Tag fängt drückend schwer an. Es ist schwül und feucht; mein Kreislauf spielt verrückt. Nach dem üblichen Frühstück starten wir zügig: Heute warten wiedereinmal 20km auf uns. Als wir aus dem Dorf hinausfahren, laufen uns Kinder hinterher. Sie schieben den Wagen an der Steigung und setzen sich nachher hinten auf. Sie reisen ein Stück mit uns und haben einen Heidenspaß.

      Das erste Stück der Strecke führt uns über die rollend-sanften Hügel. Immer an der Saône entlang.  Durch kleine Örtchen. Über Feldwege.

      Zum Mittag hin wird die Hitze unsäglich. Die Sonne brennt und die Luft wird nicht weniger schwül. Dennoch ist Jade voller Tatendrang. Christian und Fabienne wechseln sich auf dem Kutschbock ab.

      Mittagshitze

      Nach einer längeren Steigung entscheiden wir uns, die Mittagsrast einzulegen. Zumal die Wegbeschreibung von einer weiteren, starken Steigung in wenigen hundert Metern spricht.

      Jade ist ein wenig aus der Puste, ansonsten aber munter. Der Bremsenbefall allerdings erreicht heute sein Maximum. Das arme Tier ist trotz massiven Einsatzes von Essigspray und Blattwedeln an mehreren Stellen blutig gebissen. Wir verscheuchen das Gemück nonstop. Trotzdem strampelt Jade und reibt sich am Wagen. Wäre sie auf einer Koppel könnte sie sich der Insekten erwehren. Hier am Wagen angebunden, müssen wir uns um sie kümmern.

      Nach 1,5 Stunden geht es weiter. Die angekündigte Steigung kommt bald und bringt Jade richtig ins Schwitzen. Tapfer und voller Kraft zieht sie unsere roulotte den Berg hinauf. Danach geht es entspannt weiter: Wir bummeln durch die Dörfer und hoffen auf Regen, der Erleichterung bringt.

      Einsam im Nirgendwo

      Der heutige Rastplatz ist der bisher einsamste, mitten im Nirgendwo. Die Betreiberin und ihre Tochter sind aber bereits da und nehmen uns in Empfang. Wir versorgen Pferd und Wagen. Anschließend muss die gute Frau eiligst weg, um ihre Schafe vor dem nahenden Gewitter in Sicherheit zu bringen.

      Wir gehen ein wenig Spazieren. In der Gegend entdecken wir wunderschöne, kobaltblaue Libellen.

      Bald fängt es auch zu gewittern an und wir flüchten in den Wagen. Es gibt mal wieder das unglaublich leckere steak bavette. Nach dem Duschen mach ich Inventar: ca. 10 neue Mückenstiche. Rekord!

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      Bilderstrecke



      5 Antworten zu “Vogesen – Urlaub mit dem “Zigeunerwagen” – La Basse-Vaivre”

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