agata góralczyk : texte

Mehr Bewegung: 8 effektive Schritte zur neuen Gewohnheit

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

und ich will mir eine neue Gewohnheit aneignen: Regelmäßiges Gehen.

Heute ist der erste Tag.

Nur EINE Gewohnheit auf einmal.

Es gibt ca. 1000 Dinge, die ich gerne in meinem Leben ändern würde. Ich fange aber mit genau einer Gewohnheit an: Regelmäßiges Gehen.

Mehrere Gewohnheiten auf einmal = Mehr Gelegenheit zu Scheitern

Auf eine Gewohnheit kann ich mich gerade so konzentrieren. Die nötige Energie aufbringen. Mich ausreichend über die lange Zeit motivieren. Dafür sorgen, dass mir nicht ständig irgendwas dazwischen kommt. Das muss klappen.

Öffentliche Verpflichtung

Die ganze Welt soll es wissen: Ich habe mir etwas vorgenommen! Ich stehe dafür ein.

Wenn ich scheitere, wird es ein wenig peinlich. Peinlicher jedenfalls, als wenn ich es keinem sagte. Wenn ich es für mich behalte, dann mein ich es nicht ernst. Nicht ernst genug, um dafür öffentlich einzustehen. Sozialer Druck funktioniert.

Babyschritte

Ich fange gaaaaaaanz klein an: jeden Tag 5 Minuten gehen.

Der erste Schritt ist der wichtigste. Wenn ich da scheitere, dann auf ganzer Linie. Wenn ich Erfolg habe, dann motiviert mich das auch für den Rest der Zeit.

Bei 10 Minuten habe ich schon keine Ausrede mehr. Ich werde aber mit 5 anfangen. Noch weniger Ausreden. Ich habe definitiv JEDEN Tag Zeit für 5 Minuten Gehen. Auch für 10.

5 Minuten überfordern mich nicht. Das schaffe ich. Jeden Tag. Ganz easy.

Wenn nicht: Dann wird es ernsthaft peinlich. Ich kenne über 90jährige, die das schaffen würden. Mit Rolator. Aber sie würden es schaffen. So ziemlich jeder Mensch mit Beinen und der Fähigkeit diese vor sich zu setzen würde es schaffen. Keine Ausreden mehr.

PS: Ich könnte noch kleiner anfangen: jeden Tag mir nur die Schuhe anziehen.

Auslöser

Ich hole mir Schützenhilfe: Mit meinem Mann gemeinsam nach dem Abendessen.

Ich baue einen Automatismus ein. Genau wie ich vor dem ZuBettGehen mir immer die Zähne putze. Autopilot. Unbewusst. So funktionieren Gewohnheiten schließlich.

EIN Babyschritt für EINE Woche

Eine Woche lang. Jeden Tag. 5 Minuten.

Ich könnte auch einmal die Woche eine halbe Stunde gehen. Das ist aber viel schwieriger. Konsistenz ist das Zauberwort. Jeden Tag. Egal, was ich sonst tue. Egal, wie das Wetter ist. Egal, was mich sonst quält oder nervt. Ich putz mir ja auch jeden Tag die Zähne.

Verlauf öffentlich dokumentieren

Bei Daytum trage ich die absolvierten Einheiten ein. Jeder kann es sehen.

Nicht nur, dass ich mich öffentlich verpflichte. Ich belege meinen Fortschritt. In Zahlen. Für jeden sichtbar. Das ist wie Rechenschaft ablegen. Ich habe mir etwas vorgenommen. Ihr seid meine Zeugen. Hier lege ich Zeugnis ab. Das motiviert.

Nach einer Woche EINEN Babyschritt weiter gehen

Nach einer Woche will ich es auf 10 Minuten steigern.

Das ist der schwierigste Teil: Geduld. Mein persönliches Damoklesschwert. Ausdauer = NULL. Die Wahl die ich habe: Geduld = Erfolg oder Ungeduld = Scheitern.

Der Trick hier: Immer nur die eine Woche im Auge behalten. Das ist wie 8 Miniprojekte. Nach einer Woche kann ich feiern, mich belohnen und das nächste Miniprojekt in Angriff nehmen!

Zwei Monate lang wiederholen

Nach 8 Wochen, also zwei Monaten, sollte mir die neue Gewohnheit ins Blut übergehen.

Das größte Hindernis bei Veränderungen: Es nicht zu tun. Klingt banal. Ist auch banal. Ist auch wahr.

Wenn ich nichts tue, kann ich nichts ändern. Wenn ich nicht regelmäßig über eine längere Zeit gehe, dann kann ich auch keine Routine entwickeln. Wenn ich an einem Tag scheitere, habe ich noch X weitere, um Erfolg zu haben.

Wünscht mir Glück!

Tägliche Updates gibt es auf Twitter.


Kommentar verfassen

noch mehr: rss | email | twitter