agata góralczyk : texte

Jan (29) aus Wuppertal

Für Jan ist jeder Tag mit Sonne und Fahrrad ein guter Tag. Er bekommt auf dem Rad den Kopf frei und kann sich auspowern.

Woher hast Du Dein Fahrrad?

Nr. 1 habe ich gebraucht gekauft, Nr. 2 beim Faltradfachhändler.

Was hat es gekostet?

Viel Geld. Das war es aber wert.

Was ist Dein positivstes Erlebnis mit dem Fahrrad?

Jeder Tag mit Sonne und Fahrrad ist ein guter.

Dein negativstes?

Ein Diebstahl in Frankreich.

Ist bei Dir zu Hause/in Deiner Familie sonst noch jemand mit dem Rad unterwegs?

Nein.

Wofür benutzt Du das Rad?

Sport. Ich fahre eine Teilstrecke zur Arbeit in Düsseldorf und mache damit meine Erledigungen in Wuppertal.

Wie transportierst Du Deine “sieben Sachen”?

Einkäufe transportiere ich mit der Bahn und auf „Schusters Rappen“. Sonst gibt’s Fahrradtaschen.

Welches Image hat das Radfahren für Dich?

Ein gutes.

Welche Rolle spielt das Thema Sicherheit für Dich im Zusammenhang mit dem Radfahren?

Es ist sehr wichtig und muss vor allem mit Infrastruktur gelöst werden. Sichtbarkeit und „Protected Bike Lanes“* sind wichtiger als Helme und Protektoren auf Seiten der Radfahrer. Rücksichtnahme löst viele Probleme, auch das Bewusstsein als Radfahrer, wo man selbst schwer zu sehen ist.

Welchen Vorteil hat das Radfahren für Dich?

Ich bekomme den Kopf frei, kann mich auspowern, bewege mich. Ich kann die schönste Route (z.B. Sambatrasse) wählen.

Bist Du ein(e) typische(r) Radfahrer(in)?

Wer will schon typisch sein? Und: Ich bin Faltradfahrer. Also nein. 😀

Wann fährst Du nicht mit dem Rad? Warum nicht? Womit dann?

Wenn ich es nicht sicher abstellen kann, wenn es wirklich fieses Wetter gibt, wenn ich große Distanzen zurücklegen muss oder wenn ich nicht alleine unterwegs bin.
Dann benutze ich meist den ÖPNV. Auto nur ganz selten, dass muss ich mir leihen.

Was müsste passieren, damit Du noch öfter mit dem Rad unterwegs bist?

Bessere Infrastruktur, bessere Abstellmöglichkeiten.

Was müsste passieren, damit noch mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind?

Bessere Infrastruktur. Bessere Akzeptanz. Diensträder vom Arbeitgeber.

Wie viele km fährst Du in einer Woche mit dem Rad?

Das ist stark abhängig davon, ob ich zur Arbeit muss. Letztes Jahr waren es insgesamt ca. 2500 km. Also 48km / Woche.

*Protected Bike Lanes sind von anderen Verkehrsteilnehmern getrennte/geschützte Radwege. Damit sind nicht auf der Straße oder dem Bürgersteig aufgemalte Radstreifen gemeint.

Mit diesen “Kurzinterviews” möchte ich auf die Alltäglichkeit der Radnutzung und damit den Bedarf an geeigneter Infrastruktur in Deutschland aufmerksam machen. Den Fragebogen kann jeder Alltagsradler online ausfüllen.
Ich erlaube mir, die Antworten ein wenig von Tippfehlern zu befreien und die Lesbarkeit durch ein paar Korrekturen zu verbessern.



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