agata góralczyk : texte

Gretas Abenteuer (3)

Unter den Zweigen und Blättern war es sehr dunkel. Greta musste sich langsam vorantasten, bis sie irgendwann mit ihren Händen auf einen der Gummistiefel stieß. Sie hielt sich daran fest, kletterte weiter und lag bald neben dem fremden Jungen.
Der schüttelte Greta zuerst ab, ließ sich dann aber nicht weiter stören. Er starrte angestrengt in die Ferne.
“Wonach gucken wir?”, fragte Greta. “Wo ist diese Pirsch?”
Der fremde Junge schüttelte den Kopf und legte den Finger auf die Lippen. Greta verstand: Sie musste jetzt ganz leise sein. Nachdem sie sehr lange, ganz still gelegen hatte, konnte sie es nicht mehr aushalten. So leise wie sie nur konnte, flüsterte sie:
“Wo ist denn diese Pirsch jetzt?”
Der Junge guckte sie ungläubig an. Greta kannte diesen Blick. Das war der “Du bist noch viel zu klein und verstehst gar nichts”-Blick. Trotzdem streckte der Junge seinen Arm aus und zeigte mit dem Zeigefinger noch vorne:
“Da. Ich bin auf der Pirsch. Ich pirsche mich an das Schwein heran.”
Schwein? Hier gab es Schweine? Greta hatte mal ein Schwein auf einem Bauernhof gesehen. Da hatte es auch Ziegen und Schafe und Kaninchen gegeben. Aber Schweine? Hier in den Gärten? Direkt hinter ihrem Haus? Greta versuchte das Schwein zu entdecken. Wo hatte der fremde Junge denn hier ein Schwein gesehen?

Fortsetzung folgt…



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